Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Juni 2026 · Version 2.0 · Es gilt österreichisches Recht · Gültig für alle Verträge ab Juni 2026
Nachfolgend findest du die vollständige Fassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Allgemeine Geschäftsbedingungen
der Thelixis e.U. für die IIA Analysis Suite
Stand: Juni 2026 · Version 2.0
§ 1 Anbieter, Geltungsbereich und B2B-Beschränkung
1.1 Anbieter ist die Thelixis e.U., Inhaberin Kristina Momirovic,
Hildebrandgasse 39, 1180 Wien, Österreich, UID: ATU68027725,
E-Mail: office@iia-analysis.at
(nachfolgend „Anbieter"). Das Produkt des Anbieters ist die webbasierte
SaaS-Plattform „IIA Analysis Suite" (nachfolgend „Plattform").
1.2 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für
alle Verträge über die Nutzung der IIA Analysis Suite sowie alle damit
verbundenen Leistungen des Anbieters.
1.3 Die IIA Analysis Suite richtet sich ausschließlich an Unternehmer im
Sinne des § 1 Abs. 1 Unternehmensgesetzbuch (UGB) sowie an juristische
Personen des öffentlichen oder privaten Rechts. Ein Vertragsabschluss mit
Verbrauchern im Sinne des § 1 Abs. 1 Z 2 Konsumentenschutzgesetz (KSchG)
ist nicht vorgesehen und wird vom Anbieter abgelehnt.
1.4 Der Kunde bestätigt mit Bestellung, Zahlung oder Nutzung eines
kostenpflichtigen Zugangs ausdrücklich, als Unternehmer im Sinne des UGB
zu handeln und die IIA Analysis Suite ausschließlich für betriebliche
Zwecke zu nutzen.
1.5 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine
Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter deren
Geltung ausdrücklich und schriftlich zugestimmt hat.
1.6 Individuelle Vereinbarungen zwischen Anbieter und Kunde haben Vorrang
vor diesen AGB. Für ihren Inhalt und Beweis ist die schriftliche oder
elektronisch bestätigte Form maßgeblich.
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
2.1 Die IIA Analysis Suite ist eine webbasierte Software-as-a-Service-Lösung
(SaaS) zur Analyse, Strukturierung und Auswertung von
Telekommunikationsrechnungen, Verträgen, Tarifen, Kostenstellen,
Nutzungsdaten und damit verbundenen Informationen.
2.2 Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gebuchten
Paket, der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen
Leistungsbeschreibung und der Preisübersicht des Anbieters. Zu den
möglichen Funktionen der Plattform zählen insbesondere:
— Analyse und strukturierte Aufbereitung von Telekommunikationsrechnungen;
— Vertrags- und Tarifauswertung;
— Kostenstellen- und Standortzuordnung;
— Nutzer- und Anschlussverwaltung;
— KI-gestützte Rechnungs- und Datenanalyse;
— Dashboards, Reports und Exportfunktionen;
— Zusatzmodule und Add-ons je nach gebuchtem Paket.
2.3 Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform laufend weiterzuentwickeln,
Funktionen anzupassen oder zu ergänzen, soweit der wesentliche
Leistungsumfang des gebuchten Pakets dadurch nicht erheblich beeinträchtigt
wird. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden rechtzeitig mitgeteilt.
2.4 Die IIA Analysis Suite erbringt keine Rechts-, Steuer-, Finanz-,
Einkaufs- oder Unternehmensberatung. Analyseergebnisse, KI-Auswertungen
und Hinweise sind Informationsleistungen. Ein bestimmter wirtschaftlicher
Erfolg oder eine garantierte Einsparung wird nicht geschuldet.
§ 3 Testphase und kostenlose Nutzung
3.1 Der Anbieter kann auf Anfrage oder im Rahmen bestimmter Aktionen eine
kostenlose Testphase oder Demo-Nutzung anbieten. Auf die dauerhafte
Bereitstellung einer Testphase besteht kein Rechtsanspruch.
3.2 Während der Testphase entsteht kein kostenpflichtiger Vertrag, sofern
der Kunde nicht ausdrücklich ein kostenpflichtiges Paket bucht oder eine
Zahlung leistet.
3.3 Nach Ablauf der Testphase endet der Testzugang automatisch, ohne dass
eine gesonderte Kündigung erforderlich ist. Ein Übergang in ein
kostenpflichtiges Abonnement erfolgt nur durch aktive Buchung des Kunden.
3.4 Ein Anspruch auf Übernahme von Testdaten in ein kostenpflichtiges
Konto oder auf dauerhafte Bereitstellung der Testfunktionen besteht nicht,
soweit nichts anderes vereinbart ist.
§ 4 Vertragsschluss und Einbeziehung der AGB
4.1 Ein Vertrag zwischen dem Anbieter und dem Kunden kommt zustande durch:
— den Abschluss eines elektronischen Bestellvorgangs über die Website des
Anbieters;
— die Annahme eines individuellen schriftlichen oder elektronischen
Angebots des Anbieters;
— die schriftliche oder elektronische Bestätigung eines Vertrags durch
beide Parteien;
— die Freischaltung eines kostenpflichtigen Zugangs durch den Anbieter
nach erfolgter Bestellung;
— die Durchführung der vereinbarten ersten Zahlung durch den Kunden.
4.2 Mit Abschluss des Bestellvorgangs, der Annahme eines Angebots,
der schriftlichen oder elektronischen Bestätigung, der erstmaligen Zahlung
oder der Nutzung eines kostenpflichtigen Zugangs nimmt der Kunde das
Angebot des Anbieters verbindlich an. Spätestens mit der ersten Zahlung
ist der Vertrag einschließlich der darin enthaltenen zwölfmonatigen
Mindestvertragsdauer verbindlich geschlossen, sofern der Vertrag nicht
bereits zuvor durch Bestellung oder Angebotsannahme zustande gekommen ist.
4.3 Mit der Annahme bestätigt der Kunde ausdrücklich, dass er diese AGB,
die Leistungsbeschreibung, die Preis- und Zahlungsbedingungen, die
Mindestvertragsdauer sowie gegebenenfalls die
Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) gelesen, verstanden und akzeptiert
hat.
4.4 Diese AGB werden dem Kunden vor Vertragsabschluss über die Website,
den Checkout-Prozess, das Angebot oder einen dauerhaft abrufbaren Link
zugänglich gemacht und sind jederzeit unter
iia-analysis.at/agb abrufbar.
§ 5 Vertragsbeginn und Mindestvertragsdauer
Wichtiger Hinweis zur Mindestvertragsdauer
Die Mindestvertragsdauer beträgt zwölf (12) Monate. Eine monatliche Zahlung oder monatliche Abrechnung ist ausschließlich eine Zahlungsmodalität und begründet während der Mindestvertragsdauer kein monatlich kündbares Vertragsverhältnis. Eine ordentliche Kündigung ist erstmals zum Ablauf der zwölfmonatigen Mindestvertragsdauer möglich.
5.1 Die Mindestvertragsdauer beträgt zwölf (12) Monate (nachfolgend
„Mindestvertragsdauer"). Die Mindestvertragsdauer beginnt mit dem Datum
des ersten Zahlungsvorgangs, sofern im Angebot, im Bestellprozess oder
in einer schriftlichen Vereinbarung kein abweichender Vertragsbeginn
ausdrücklich festgelegt wurde.
5.2 Die Mindestvertragsdauer gilt unabhängig davon, ob der Kunde monatliche
Abrechnung, jährliche Vorauszahlung oder eine sonstige Zahlungsweise
gewählt hat.
5.3 Eine monatliche Zahlung oder monatliche Abrechnung ist ausschließlich
eine Zahlungs- und Abrechnungsmodalität. Sie begründet während der
Mindestvertragsdauer kein monatlich kündbares Vertragsverhältnis und
ändert nichts an der zwölfmonatigen Mindestbindung.
5.4 Der Kunde schuldet die vereinbarte Vergütung für die gesamte
Mindestvertragsdauer von zwölf (12) Monaten. Dies gilt auch dann, wenn
der Kunde die Plattform während der Mindestvertragsdauer nicht oder nur
teilweise nutzt.
5.5 Eine ordentliche Kündigung während der laufenden Mindestvertragsdauer
ist ausgeschlossen. Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen
Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
5.6 Nach Ablauf der Mindestvertragsdauer läuft der Vertrag auf
unbestimmte Zeit weiter, sofern er nicht gemäß § 7 dieser AGB
fristgerecht gekündigt wird.
§ 6 Preise, Abrechnung und Zahlung
6.1 Die Preise richten sich nach dem gebuchten Paket, dem individuellen
Angebot oder der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Preisliste
des Anbieters. Alle Preise verstehen sich in Euro, netto, zuzüglich der
gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.
6.2 Der Anbieter bietet folgende Zahlungsmodelle an, soweit nicht individuell
anders vereinbart:
— Monatliche Abrechnung im Voraus: Die monatliche Vergütung
wird jeweils zu Beginn des Abrechnungsmonats fällig und eingezogen.
Die monatliche Abrechnung ändert nichts an der zwölfmonatigen
Mindestvertragsdauer gemäß § 5.
— Jährliche Vorauszahlung im Voraus: Die Jahresvergütung
wird für den vereinbarten Jahreszeitraum einmalig im Voraus fällig.
Bei jährlicher Vorauszahlung kann der Anbieter einen Rabatt gewähren,
dessen Höhe sich aus der aktuellen Preisliste ergibt.
— Individuell vereinbarte Zahlungsweise: Abweichende
Zahlungsvereinbarungen bedürfen der schriftlichen Bestätigung durch den
Anbieter.
6.3 Zahlungen erfolgen über die vom Anbieter angebotenen Zahlungsmethoden,
insbesondere Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Überweisung oder über
Zahlungsdienstleister. Mit Hinterlegung eines Zahlungsmittels ermächtigt
der Kunde den Anbieter bzw. den beauftragten Zahlungsdienstleister,
fällige Beträge entsprechend dem gewählten Abrechnungsmodell einzuziehen.
Zahlungsdienstleister werden nicht Vertragspartei des Nutzungsvertrags.
6.4 Rechnungen dürfen in elektronischer Form übermittelt werden. Der Kunde
muss vollständige, richtige und aktuelle Rechnungs-, Unternehmens-,
UID-Nummern- und Zahlungsdaten angeben und Änderungen unverzüglich
mitteilen.
6.5 Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, gesetzliche
Verzugszinsen gemäß § 456 UGB sowie angemessene Betreibungskosten
für Unternehmergeschäfte nach österreichischem Recht zu verrechnen.
Bei fortgesetztem Zahlungsverzug trotz Mahnung und angemessener
Nachfrist ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform
vorübergehend zu sperren. Die Zahlungspflicht des Kunden bleibt
während einer Sperre bestehen, sofern der Kunde den Sperrgrund zu
vertreten hat.
6.6 Eine Aufrechnung durch den Kunden ist nur mit unbestrittenen oder
rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.
§ 7 Kündigung
7.1 Eine ordentliche Kündigung ist erstmals mit Wirkung zum Ablauf der
zwölfmonatigen Mindestvertragsdauer möglich. Die Kündigungsfrist beträgt
einen (1) Monat. Die Kündigung muss daher spätestens einen (1) Monat
vor Ablauf der Mindestvertragsdauer beim Anbieter eingehen, damit der
Vertrag zum Ende der Mindestvertragsdauer endet.
7.2 Geht die Kündigung nicht fristgerecht ein, läuft der Vertrag nach
Ablauf der Mindestvertragsdauer auf unbestimmte Zeit weiter. Nach Ablauf
der Mindestvertragsdauer kann jede Partei den Vertrag mit einer Frist von
einem (1) Monat zum Ende eines Kalendermonats ordentlich kündigen.
7.3 Kündigungen bedürfen zumindest der Textform, insbesondere per
E-Mail an office@iia-analysis.at.
Maßgeblich ist der Zugang der Kündigung beim Empfänger.
7.4 Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem
Grund bleibt unberührt. Als wichtiger Grund gilt insbesondere:
— Zahlungsverzug des Kunden mit mehr als zwei Monatsentgelten oder einem
wesentlichen Teil der vereinbarten Vergütung;
— Verstoß gegen wesentliche Vertragspflichten trotz schriftlicher Mahnung
und angemessener Nachfrist;
— rechtswidrige oder missbräuchliche Nutzung der Plattform;
— Weitergabe von Zugangsdaten an unbefugte Dritte;
— schwerwiegende Verletzungen von Datenschutz- oder Geheimhaltungspflichten;
— Maßnahmen, die die Sicherheit oder Stabilität der Plattform oder anderer
Kunden gefährden.
7.5 Bei berechtigter außerordentlicher Kündigung durch den Anbieter bleiben
fällige Entgelte für die Mindestvertragsdauer und Schadenersatzansprüche
des Anbieters unberührt.
§ 8 Zusatzmodule, Add-ons und Erweiterungen
8.1 Der Kunde kann zusätzliche Module, Nutzerzugänge, Funktionen,
Datenkontingente, Mandanten, Speicher- oder Analyseleistungen hinzubuchen,
soweit diese vom Anbieter angeboten werden.
8.2 Zusatzmodule werden, sofern nichts anderes vereinbart ist, Bestandteil
des bestehenden Hauptvertrags. Ihre Laufzeit richtet sich nach dem
jeweiligen Angebot oder der Leistungsbeschreibung. Ist keine gesonderte
Laufzeit vereinbart, laufen Zusatzmodule mindestens bis zum Ende der
laufenden Vertragsperiode des Hauptvertrags und enden grundsätzlich mit
dem Hauptvertrag.
8.3 Für Zusatzmodule und Erweiterungen gelten die Zahlungs-, Nutzungs-,
Datenschutz-, Kündigungs- und Haftungsregelungen dieser AGB entsprechend,
sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
§ 9 Token, Verbrauchskontingente und KI-Analyse
9.1 Sofern KI-Analysefunktionen oder verbrauchsabhängige Leistungen
angeboten werden, können für deren Nutzung Token, Credits oder
Nutzungskontingente gelten. Preise, Paketgrößen und Verbrauchslogik
richten sich nach der jeweils gültigen Preisliste, dem Angebot oder der
Leistungsbeschreibung des Anbieters.
9.2 Ein Token-Zukauf ist, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart,
eine einmalige Transaktion ohne fortlaufendes Abonnement, wiederkehrende
Belastung oder automatische Verlängerung. Token sind grundsätzlich nicht
in Geld ablösbar und nicht erstattungsfähig, soweit gesetzlich zulässig.
9.3 KI-gestützte Funktionen der IIA Analysis Suite dienen der
Unterstützung, Vorstrukturierung und Analyse von Daten. KI-Ergebnisse
ersetzen keine eigenständige menschliche Prüfung und stellen keine
Rechts-, Steuer-, Finanz-, Einkaufs- oder Unternehmensberatung dar.
Der Kunde ist verpflichtet, KI-Ergebnisse vor ihrer geschäftlichen
Verwendung eigenständig zu prüfen. Der Anbieter trifft keine
ausschließlich automatisierten Entscheidungen im Sinne von Art. 22 DSGVO,
die gegenüber betroffenen Personen rechtliche Wirkung entfalten.
§ 10 Nutzungsrechte
10.1 Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein
einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht
unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der IIA Analysis Suite im Rahmen
des gebuchten Pakets ein.
10.2 Das Nutzungsrecht umfasst den Zugang zur Plattform über das Internet
sowie die Nutzung der im Paket enthaltenen Funktionen ausschließlich für
eigene interne betriebliche Zwecke des Kunden. Eine Nutzung für Dritte,
die gewerbliche Weitervermittlung von Zugängen oder die Unterlizenzierung
ist ausdrücklich untersagt.
10.3 Dem Kunden ist es nicht gestattet, die Plattform zu vervielfältigen,
zu verbreiten, zu vermieten, Dritten außerhalb des eigenen Unternehmens
zugänglich zu machen, für den Aufbau konkurrierender Produkte oder für
Wettbewerbsanalysen zu nutzen sowie technische Schutzmaßnahmen zu umgehen
oder Reverse Engineering vorzunehmen, soweit dies nicht gesetzlich
zwingend erlaubt ist.
10.4 Automatisierte Zugriffe, Scraping, Crawling oder Lasttests bedürfen
der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
10.5 Alle Rechte an der Software, der Plattform, der Benutzeroberfläche,
Datenbankstrukturen, Designs, Marken, Texten und der Dokumentation
verbleiben beim Anbieter. Der Kunde behält alle Rechte an seinen eigenen
Daten und Inhalten, die er in die Plattform eingibt.
§ 11 Pflichten des Kunden
11.1 Der Kunde nutzt die Plattform ausschließlich vertragsgemäß und
im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften.
11.2 Der Kunde ist verantwortlich für die Richtigkeit, Vollständigkeit,
Rechtmäßigkeit und Aktualität der von ihm hochgeladenen, eingegebenen
oder übermittelten Daten. Er hat sicherzustellen, dass er zur Verarbeitung
und Übermittlung dieser Daten berechtigt ist.
11.3 Zugangsdaten sind vom Kunden geheim zu halten und vor dem Zugriff
unbefugter Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch oder
unbefugten Zugriff hat der Kunde den Anbieter unverzüglich zu
informieren.
11.4 Der Kunde darf keine rechtswidrigen, schädlichen, sicherheits-
gefährdenden oder rechteverletzenden Inhalte in die Plattform eingeben
oder übertragen.
11.5 Der Kunde hat angemessene eigene Datensicherungs- und Kontroll-
maßnahmen zu treffen. Die Nutzung der Plattform ersetzt keine eigene
Datensicherungspflicht des Kunden.
11.6 Bei schuldhafter Pflichtverletzung ist der Anbieter berechtigt,
den Zugang nach vorheriger Ankündigung und Setzung einer angemessenen
Nachfrist zu sperren. Bei Gefahr im Verzug oder erheblichen
Sicherheitsrisiken ist eine sofortige Sperre ohne vorherige Ankündigung
zulässig.
§ 12 Verfügbarkeit, Wartung und Support
12.1 Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform.
Eine bestimmte ununterbrochene Verfügbarkeit wird nur geschuldet, wenn
dies in einem gesonderten Service-Level-Agreement (SLA) ausdrücklich
vereinbart ist. Angestrebt wird eine monatliche technische Verfügbarkeit
von 99 %, gemessen auf Ebene der Plattforminfrastruktur, ausgenommen
geplante Wartung, Notfallwartung, höhere Gewalt, Störungen bei
Drittanbietern sowie Einschränkungen durch Systeme oder Verbindungen des
Kunden.
12.2 Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der
üblichen Geschäftszeiten (Montag bis Freitag, 8–18 Uhr MEZ) durchgeführt
und dem Kunden rechtzeitig per E-Mail oder auf der Website angekündigt.
Notfallwartungen aus Sicherheits-, Datenschutz-, Stabilitäts- oder
Dringlichkeitsgründen sind auch ohne Vorankündigung zulässig.
Vorübergehende Beeinträchtigungen durch Wartungsarbeiten begründen
keine Mängelansprüche des Kunden.
12.3 Support richtet sich nach dem gebuchten Paket, der
Leistungsbeschreibung oder einer gesonderten Vereinbarung. Der Kunde
hat Störungen nachvollziehbar zu beschreiben und bei der Fehleranalyse
zumutbar mitzuwirken.
§ 13 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
13.1 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden und
seiner Nutzer gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem
österreichischen Datenschutzgesetz (DSG), der Datenschutzerklärung
des Anbieters sowie gegebenenfalls einer Auftragsverarbeitungsvereinbarung
(AVV). Die Datenschutzerklärung ist jederzeit unter
iia-analysis.at/datenschutz abrufbar.
13.2 Soweit der Kunde im Rahmen der Plattformnutzung personenbezogene
Daten verarbeitet, für die er Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7
DSGVO ist, ist der Anbieter grundsätzlich Auftragsverarbeiter im Sinne
des Art. 28 DSGVO. In diesem Fall ist eine AVV abzuschließen, die
Bestandteil des Vertrags wird. Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit
der eingegebenen, hochgeladenen oder verarbeiteten personenbezogenen
Daten verantwortlich.
13.3 Der Anbieter ist berechtigt, zur Erbringung der Leistungen geeignete
Subunternehmer und Unterauftragsverarbeiter einzusetzen, insbesondere
für Hosting, Cloud-Infrastruktur, Zahlungsabwicklung, E-Mail-Versand,
Analysefunktionen, KI-Dienste und Supportsysteme. Unterauftrags-
verarbeiter werden angemessen vertraglich zur Einhaltung der
Datenschutzvorgaben verpflichtet. Die jeweils eingesetzten
Unterauftragsverarbeiter sind in der Datenschutzerklärung aufgeführt.
§ 14 Vertraulichkeit
14.1 Beide Parteien verpflichten sich, alle vertraulichen Informationen,
die sie im Rahmen des Vertragsverhältnisses erhalten oder von denen sie
Kenntnis erlangen, streng vertraulich zu behandeln und nicht ohne
ausdrückliche Zustimmung der anderen Partei an Dritte weiterzugeben oder
zu veröffentlichen.
14.2 Als vertraulich gelten insbesondere: Geschäftsgeheimnisse,
technische Informationen, Zugangsdaten, Preis- und Vertragsinformationen,
Kundendaten, Rechnungsdaten, Auswertungen, interne Prozesse und nicht
öffentlich zugängliche Produktinformationen.
14.3 Die Vertraulichkeitspflicht gilt nicht für Informationen, die:
— allgemein bekannt sind oder werden, ohne dass eine Partei dagegen
verstoßen hat;
— der empfangenden Partei bereits vor der Offenlegung rechtmäßig bekannt
waren;
— der empfangenden Partei von einem berechtigten Dritten offengelegt
wurden;
— aufgrund gesetzlicher, behördlicher oder gerichtlicher Verpflichtung
offenzulegen sind.
14.4 Die Vertraulichkeitspflicht besteht auch nach Beendigung des
Vertrags fort.
§ 15 Datenexport und Datenlöschung nach Vertragsende
15.1 Der Kunde ist berechtigt, seine in der Plattform gespeicherten Daten
jederzeit während der aktiven Vertragslaufzeit zu exportieren, soweit die
Plattform entsprechende Exportfunktionen bereitstellt.
15.2 Nach Beendigung des Vertrags — gleich aus welchem Grund — stehen
dem Kunden seine Daten für einen Zeitraum von dreißig (30) Tagen ab
Vertragsende zum Export bereit, soweit dies technisch möglich und
rechtlich zulässig ist. Der Anbieter weist den Kunden nach Möglichkeit
per E-Mail auf den bevorstehenden Ablauf dieser Frist hin.
15.3 Nach Ablauf der 30-Tage-Frist ist der Anbieter berechtigt,
Kundenkonto und Daten zu löschen, soweit keine gesetzlichen
Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Eine Wiederherstellung ist nach
der Löschung nicht mehr möglich. Der Kunde ist für die rechtzeitige
Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich.
15.4 Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, die dadurch entstehen,
dass der Kunde die Exportmöglichkeit nicht rechtzeitig genutzt hat,
außer bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters.
§ 16 Gewährleistung und Mängel
16.1 Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform bei vertragsgemäßer
Nutzung die in der Leistungsbeschreibung genannten wesentlichen Funktionen
im Wesentlichen erfüllt.
16.2 Keine Mängel im Sinne dieser AGB sind insbesondere: unerhebliche
Abweichungen, Bedienfehler oder Fehlbedienungen des Kunden, Probleme
durch Systeme, Software oder Verbindungen des Kunden, Störungen durch
Drittanbieter oder Internetverbindungen sowie nicht unterstützte
Dateiformate oder Datenquellen.
16.3 Mängel sind vom Kunden unverzüglich nachvollziehbar und schriftlich
zu melden. Der Anbieter ist berechtigt, Mängel nach seiner Wahl durch
Nachbesserung, Update, Workaround oder andere zumutbare Maßnahmen zu
beheben. Ein bestimmter wirtschaftlicher Zweck oder eine Einsparung wird
nicht gewährleistet, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.
16.4 Die Gewährleistungsfrist gegenüber Unternehmern beträgt, soweit
gesetzlich zulässig, sechs (6) Monate ab Lieferung der Leistung.
§ 17 Haftung
17.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder
grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder
Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie für Schäden aus der Verletzung des
Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
17.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung
wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), d. h. solcher
Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags
überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig
vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach begrenzt
auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
17.3 Soweit gesetzlich zulässig, haftet der Anbieter nicht für mittelbare
Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen,
Betriebsunterbrechungen, Reputationsschäden oder Ansprüche Dritter gegen
den Kunden.
17.4 Für Datenverluste haftet der Anbieter nur insoweit, als der Schaden
auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden eingetreten
wäre.
17.5 Die Gesamthaftung des Anbieters ist, soweit gesetzlich zulässig,
der Höhe nach begrenzt auf die vom Kunden in den zwölf (12) Monaten vor
dem schadensbegründenden Ereignis tatsächlich an den Anbieter bezahlten
Nettoentgelte.
17.6 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei
Personenschäden, Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, zwingender gesetzlicher
Haftung, arglistigem Verschweigen von Mängeln sowie bei Ansprüchen nach
dem Produkthaftungsgesetz (PHG). Die Haftungsbeschränkungen gelten
auch zugunsten der Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen, Vertreter und
Subunternehmer des Anbieters.
§ 18 Sperre des Zugangs
18.1 Der Anbieter ist berechtigt, den Zugang des Kunden zur Plattform
ganz oder teilweise vorübergehend zu sperren, wenn:
— der Kunde trotz Mahnung und Setzung einer angemessenen Nachfrist in
Zahlungsverzug ist;
— ein begründeter Verdacht auf Missbrauch oder unbefugten Zugriff besteht;
— eine Gefährdung der Sicherheit oder Stabilität der Plattform oder
anderer Kunden vorliegt;
— der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt;
— eine gesetzliche, behördliche oder gerichtliche Verpflichtung zur
Sperrung besteht.
18.2 Der Anbieter informiert den Kunden über die Sperre und deren Gründe,
soweit keine überwiegenden Sicherheitsinteressen oder gesetzlichen
Pflichten entgegenstehen.
18.3 Eine Sperre entbindet den Kunden nicht von seiner Zahlungspflicht,
sofern der Kunde den Sperrgrund zu vertreten hat. Die Sperre wird
aufgehoben, sobald der Sperrgrund entfallen ist.
§ 19 Referenznennung
19.1 Der Anbieter darf den Namen, die Firma oder das Logo des Kunden nur
mit dessen ausdrücklicher vorheriger Zustimmung als Referenz, in
Marketingmaterialien oder auf der Website nennen oder verwenden.
19.2 Eine erteilte Zustimmung kann der Kunde jederzeit mit Wirkung für
die Zukunft schriftlich oder per E-Mail widerrufen.
§ 20 Preisänderungen
20.1 Während der Mindestvertragsdauer können Preise nur bei ausdrücklicher
individueller Vereinbarung oder bei zwingenden gesetzlichen Änderungen,
Steueränderungen oder Abgabenänderungen angepasst werden.
20.2 Nach Ablauf der Mindestvertragsdauer ist der Anbieter berechtigt,
die Preise für zukünftige Abrechnungsperioden anzupassen. Preisänderungen
werden dem Kunden mindestens dreißig (30) Tage vor ihrem Inkrafttreten
per E-Mail mitgeteilt.
20.3 Bei einer Preiserhöhung nach Ablauf der Mindestvertragsdauer ist
der Kunde berechtigt, den Vertrag außerordentlich zum Zeitpunkt des
Inkrafttretens der Preiserhöhung zu kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt
in diesem Fall einen (1) Monat ab Zugang der Mitteilung über die
Preiserhöhung.
§ 21 Änderungen der AGB
21.1 Änderungen dieser AGB wirken nur für die Zukunft und bedürfen
eines sachlichen Grundes, insbesondere einer Rechtsänderung,
höchstgerichtlichen Rechtsprechung, technischen Weiterentwicklung,
neuer Funktionen, Sicherheitsanforderungen oder organisatorischer
Anpassungen des Anbieters.
21.2 Änderungen werden dem Kunden mindestens dreißig (30) Tage vor
ihrem Inkrafttreten per E-Mail an die hinterlegte Vertragsadresse
mitgeteilt.
21.3 Änderungen wesentlicher Vertragspflichten, der Mindestvertrags-
dauer, der Kündigungsfristen oder der Vergütungspflichten zum Nachteil
des Kunden bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Kunden oder sind
nur zulässig, soweit dies gesetzlich erforderlich ist.
21.4 Widerspricht der Kunde einer sonstigen Änderung nicht innerhalb von
vierzehn (14) Tagen nach Mitteilung, gilt die Änderung als angenommen.
Der Anbieter weist den Kunden in der Mitteilung ausdrücklich auf diese
Folge seines Schweigens hin.
21.5 Bei Widerspruch ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen oder zum nächstmöglichen
ordentlichen Kündigungstermin zu beenden.
§ 22 Höhere Gewalt
22.1 Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung
von Vertragspflichten, soweit dies auf Ereignissen beruht, die außerhalb
des zumutbaren Einflussbereichs der betroffenen Partei liegen
(höhere Gewalt). Dazu zählen insbesondere: Naturkatastrophen, Krieg,
Terrorismus, Pandemie, behördliche Maßnahmen, flächendeckende Internet-
oder Stromausfälle, Rechenzentrumsausfälle, Cloud-Infrastrukturausfälle,
Ausfälle wesentlicher Zahlungsdienstleister sowie sonstige Ereignisse,
die bei Vertragsabschluss nicht vorhersehbar waren.
22.2 Die betroffene Partei informiert die andere Partei über den Eintritt
und das voraussichtliche Ende des Ereignisses soweit möglich und zumutbar
unverzüglich und unternimmt alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensminderung.
22.3 Dauert das Ereignis höherer Gewalt länger als dreißig (30) aufeinander-
folgende Tage und führt dies zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der
Leistungserbringung, ist jede Partei berechtigt, den Vertrag
außerordentlich zu kündigen.
§ 23 Abtretung und Vertragsübertragung
23.1 Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit
vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen.
23.2 Der Anbieter ist berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag
auf ein verbundenes Unternehmen, einen Rechtsnachfolger oder einen Erwerber
des Geschäftsbetriebs zu übertragen, sofern berechtigte Interessen des
Kunden nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Der Kunde wird über eine
solche Übertragung informiert.
§ 24 Mitteilungen
24.1 Rechtserhebliche Mitteilungen — insbesondere Kündigungen,
Mahnungen, Preisänderungsmitteilungen und AGB-Änderungen — erfolgen
per E-Mail an die vom Kunden hinterlegte Vertragsadresse, sofern keine
strengere Form gesetzlich erforderlich ist. Mitteilungen gelten als
zugegangen, wenn sie unter normalen Umständen abrufbar sind.
24.2 Der Kunde hat eine gültige, regelmäßig geprüfte E-Mail-Adresse zu
hinterlegen. Änderungen von Firma, Anschrift, Rechnungsdaten,
UID-Nummer, Ansprechpartnern oder E-Mail-Adresse sind dem Anbieter
unverzüglich mitzuteilen. Der Anbieter haftet nicht für Nachteile, die
daraus entstehen, dass der Kunde keine aktuelle Kontaktadresse hinterlegt
hat.
24.3 Mitteilungen an den Anbieter erfolgen über die im Impressum, im
Vertrag oder auf der Website angegebene Kontaktadresse des Anbieters.
§ 25 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
25.1 Für alle Verträge, die diesen AGB unterliegen, gilt ausschließlich
österreichisches Recht. Das UN-Kaufrecht (CISG) ist ausgeschlossen.
Kollisionsnormen, die zur Anwendung eines anderen nationalen Rechts
führen würden, sind ebenfalls ausgeschlossen.
25.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im
Zusammenhang mit diesen Verträgen ist das sachlich zuständige Gericht
in Wien, Österreich, sofern keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen
entgegenstehen.
25.3 Erfüllungsort für alle Leistungen des Anbieters ist Wien, Österreich.
§ 26 Schlussbestimmungen
26.1 Änderungen und Ergänzungen individueller Vereinbarungen bedürfen
der Schriftform oder der ausdrücklichen elektronischen Bestätigung, soweit
rechtlich zulässig.
26.2 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder
undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der
übrigen Bestimmungen nicht. Die unwirksame oder undurchführbare
Bestimmung ist durch eine Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen
Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt und die Interessen
beider Parteien angemessen berücksichtigt. Gleiches gilt für eventuelle
Regelungslücken.
26.3 Die deutsche Fassung dieser AGB ist maßgeblich. Eventuelle
Übersetzungen in andere Sprachen dienen nur der Information.
Stand: Juni 2026 · Version 2.0
Thelixis e.U. · Inhaberin: Kristina Momirovic ·
Hildebrandgasse 39, 1180 Wien, Österreich ·
office@iia-analysis.at